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Cochamó Rueckweg, Ancud / Chiloe (04.01.2010 bis 06.01.2010)

....ich lief tags mit Katrin durch den Wald..... (04.01.2010)

Als wir abends im Refugio angekommen waren, hatte ich festgestellt, dass ich mir ueble Blasen gelaufen hatte... supi, und das nur wegen der nassen Struempfe.... na, wird schon.
Zudem hatten wir beschlossen ohne Gepaeck den Weg wieder runterzugehen. Jenes wurde dann vom Nachbarn des Refugios mit dem Pferd bis runter gebracht.... Vorallem war Katrin froh darueber, weil sie viel mehr dabei hatte als ich....

Also Abmarsch, gegen 08:00 Uhr.... Ich muss zugeben, dass ich echt Schiss hatte, denn nachts hatte es geregnet und ich befuerchtete die Schlamm- und Matschwege seien NOCH schlimmer als am Tag davor.
Erstaunlicherweise kamen wir gut voran.... und wir dachten auch nicht mehr daran grossartig dem Matsch aus dem Weg zu gehen. Zu kraeftezehrend und ueberhaupt, wir wollten nur noch runter. Schliesslich wollten wir ja abends weiter nach Ancud auf Chiloe fahren....

Als wir dann wieder in dem Bachbett liefen, und der Wald immer dichter wurde, verloren sich ploetzlich alle Spuren. Denn meistens sah man ja andere Stiefelabdruecke und Pferdehufe, doch ploetzlich war nichts mehr zu sehen. Katrin war der Meinung, dass ja eh alle Wege wieder zusammenfuehren, womit sie ja auch recht hatte, und so liefen wir erst mal in dem Bachbett weiter, immer Richtung Cochamó Fluss, der ja nicht zu ueberhoeren war.
Das Dickicht wurder immer dichter, fuer mich sah der Wald schoen laengst ueberall gleich aus und mir wurde schnell klar:
Wir haben uns verlaufen! ARGH!!!!!!!!! Ich konnte es nicht fassen und mein Jaehzorn brach hervor..... Und zugleich war ich fast panisch... Als ich dann auch noch irgendwann hinfiel, brach ich in Traenen aus und motzte Katrin an, dass wir zurueckgehen sollten zu einer Stelle, die wir wiedererkennen. Wobei ich mich da voll und ganz auf sie verliess, denn wie gesagt: Der Wald sah fuer mich ueberall gleich aus. Unser Glueck war, dass ich auf dem Weg nach oben tags zuvor einen riesen Baumpilz fotografiert hatte, und als wir bzw. Katrin einfach dem Bachbett wieder hinauf folgte, stiessen wir wieder auf eben jenen Pilz. Ich muss wohl kaum erwaehnen, dass der Ton zwischen Katrin und mir alles andere als freundlich war und wir darueber diskutierten wohin wir nun gehen sollten. Ein Glueck fanden wir dann wieder Pferdeabdruecke und folgten dann dieses Mal den Richtigen!!!! Dieser Herumirrerei hatte uns eine gute halbe Stunde und mir meine Nerven gekostet.
Wir liefen auch durch die Baeche und Fluesse ohne darauf zu achten, wie nass wir dabei wurden.
Als wir nach 4,5 Stunden (inklusive Verlaufen) wieder unten an der "Strasse" ankamen fing es auch wieder an zu regnen und der Herr Nachbar wartete bereits sehnsuechtig auf uns. Der braucht naemlich gewoehnlich zu Pfedre nur 2 Stunden und hatte sich bereits gewundert, warum er uns auf dem Weg nach unten (er war NATUERLICH nach uns losgaloppiert *g*) nicht angetroffen habe. Mit meinem Speisekartenspanisch versuchte ich ihm zu erklaeren, dass wir uns verlaufen hatten. Was fuer ein dummer Zufall: ueberholt der uns tatsaechlich als wir wie bloed im Walf herumirren... Nicht zu fassen.
Vor uns lagen jetzt aber nochmals 8 km Weg vor zur Strasse.... Meine Blasen brannten wie Feuer, und k.o. waren wir natuerluch auch.
Nach kurzer Rast am Wegesrand hoerte es auch auf zu regnen und so liefen wir bei Sonnenschein weiter, was bei mir aber keinerlei Besserung hervorrief....
Hinkend, jammernd und fluchend trottete ich mal neben, mal hinter Katrin her... es war ein Trauerspiel....
Von den Betreibern des Refugio wussten wir, dass der Bus um halb 5 da vorbeikommen wuerde. Bloed dass wir uns verlaufen und ich wegen der Blasen zur Schnecke geworden war, denn um halb 1 ware auch einer gefahren.
So kamen wir aber gegen 14 Uhr an der Kreuzung an und hockten uns an den Strassenrand.
"Wie waers, wenn wir versuchen zu trampen?" schlug ich vor (Ja, Mama, ja Maren, ich weiss..... *gggg*) Naja, dieser Vorschlag erwies sich als gar nicht so einfach, denn a.) fahren da jetzt nicht wirklich viele Autos vorbei und b.) fahren die dann nur 500 Meter oder so, weil dann deren Huette kommt... GRRRR.
Katrin hatte bereits ihre Schuhe und Socken ausgezogen, und hielt den Daumen barfuss hoch, als tatsaechlich ein Pickup hielt. "A Cochamó ?"- "Si!" Prima, denn in dem Minikaff gab es wenigstens einen Minimarket in dem wir uns Schokolade fuer die Nerven und Wasser fuer den Durst holen konnten.
Die Strasse von Cochamó fuehrt entweder nach Ralún oder eben ueber Ensenada nach Puerto Varas. Und wir gaben auch die Hoffnung nicht auf. Katrin und ich hatten auch schon die Wanderschuhe/Barfuessigkeit gegen die Badeschlappen ausgetauscht und k.o. und muerrisch hielten wir bei jedem Auto den Daumen hoch. Und TATSEACHLICH ein Familienpapi mit Kind vorne hielt und fuhr nach Ensenada - geil, denn von dort fahren ja die anderen Busse, die aus Petrohué kommen.... Neben seiner Ladung kamen nun Schuhe, Socken, Wandetstaebe und Rucksaecke hinzu und wir stiegen in den Pick-Up ein. GENIAL!!!!!!!
Und auch in Ensenada hatten wir Glueck, es kam kurz darauf ein Bus. Yipeeh, so koennen wir ja noch den frueheren Bus nach Ancud erwischen. Denn der Bus aus Cochamó waere erst gegen 19 Uhr in Puerto Varas angekommen, und wir kamen jetzt gegen 17 Uhr dort an. Jetzt schnell unsere Sachen aus der Hospedaje holen, die Bustickets kaufen (wohl gesagt, 2 der letzten Plaaetze...), umziehen und ab zum Busterminal.
Klar, es fing dann auch prompt zu regnen an, aber wir waren doch erleichtert, dass wir (wie uebrigens die ganze Zeit schon) so Glueck gehabt hatten!!!!
Der Bus kam und so liessen wir uns nach Ancud chauffieren. Ueber Puerto Montt auf die Faehre, denn Chiloe ist ja eine vorgelagerte Insel. 20 Minuten dauerte die Ueberfahrt und letztendlich kamen wir gegen 20 Uhr in Ancud an.
Gegenueber des Busbahnhofes gab es auch gleich eine Hospedaje, die noch ein Doppelzimmer frei hatte. 7000 Peso MIT Fruehstueck!!! Ha! Klein, eng und familaer.... *ggg*
Aber Hauptsache ein Dach ueberm Kopf.
Im Nieselregen streiften wir noch auf der Suche nach etwas Essbaren durch das Oertchen und auch dieses Mal hatten wir Glueck.
Nachdem meine Augen mal wieder groesser als mein Magen gewesen waren, suchten wir noch die Busfirma, die uns am naeschten Tag (um 6:45 Uhr!!!) zu der Pingiun-Kolonie bringen sollte. Klar, einmal an dem unscheinbaren Parkplatz mit Minihinweisschild vorbeigelaufen, aber egal. Mehr war auch leider nicht zu sehen und auch keine weiteren Infos.
Also zurueck ins gebuchte Heim und dort fragten wir nach. Nein, war die Antwort, die fahren nicht um 6:45 Uhr (Ehrlich gesagt, war ich heilfroh darueber!!!*ggg*), sondern nur mittags gegen 12 Uhr oder so.
Also beschlossen wir halbwegs auszuschlafen, uns Ancud anzuschauen und dann zu den Pinguinen zu fahren.

05.01.2010
Wie beschlossen haben wir uns Ancud angeschaut und uns ueber das wirklich sehr wechselhafte Wetter amuesiert. Es HAGELTE sogar!!!! Die Strassen verwandeln sich dann meistens ins reissende Stroeme, die es zu umgehen gilt ;-)
Mittags also fahren wir mit einem Kleinbus zu den Pinguinen. Ausnahmesweise scheint die Sonne, aber es weht ein kalter Wind. Bis zu dem Strand, an dem kleine Bootstouren zu den Felsen, auf denen die Pinguine leben, angeboten werden, sind es noch knapp 2 km. Kein Problem, meine Fuesse stecken in Turnschuhen und die Blasen sind komplett verpflastert! ;-)
Wir machten natuerlich diese Bootsfahrt mit und sind etwas enttaeuscht... es sind nur die Jungtiere da, weil die Eltern tagsueber fischen gehen. Na, toll. Ausserdem quasselt der Fuehrer in dem Boot nur Spanisch und ich versteh vielleicht ein 1/4 von dem was er da quasselt....
Naja.... Vielleicht haette ich doch vorher sagen sollen, dass ich in meinem Reisefueherer gelesen hatte, dass man entweder morgens oder abends da hin soll. Gerade WEIL man dann mehr Pinguine sieht...? Ich Cleverle....
Da ich aber noch nie Pinguine in der freien Natur gesehen hab, wars fuer mich ok, Katrin war, denke ich, ziemlich enttaeuscht....

Gegen spaeter fahren wir zurueck.
Und wahrend ich dann bloggen gehe, setzt sich Katrin auf den "Plaza des Armas" in die Sonne und kommt als rotgesichtiger Brillenpinguin wieder... *fg*
Um den Tag dann noch zu retten (naja, sooooo tragisch wars nicht, da gab es Tragerisches...*oehm*) gehen wir in dem Restaurant Kuranton "Kuranto" essen. Eine Spezialitaet von Chiloe, beschrieben wird es als Eintopf aus Muscheln, Fleich und Kartoffeln und so. Dazu bestellen WIR (ja, auch die Kleene) einen Pisco sour, von dem wir beide nach den ersten beiden Schlucken einen sitzen haben. Der schmeckt aber auch, meine Herren!!!
Der Kuranto wird uns dann serviert:
Ein Berg an Mies- und Jakobsmuscheln, Wurst, Huehnchen und Kartoffeln, aber keineswegs als Eintopf, so, was man sich so unter Eintopf vorstellt, sondern alles auf einer grossen Servierplatte.... Hm.... andere Laender, andere Sitten, klar.
Lecker fanden wir es aber beide (Wurst fuer Katrin, Miesmuscheln fuer mich! *g*) und leicht beschwippst machen wir uns auf den Weg in unsere Betten.

06.01.2010
Heute heisst es Abfahrt, die Insel Chiloe ueber Castro gen Sueden nach Quellon per Bus runter fahren, wo wir die Faehre nach Puerto Chacabuco besteigen werden. Etwa 26 Stunden Faehre.
Wir schlafen aber halbwegs aus, denn der Bus nach Castro, der Hauptstadt von Chiloe, faehrt jede Stunde.
Auf Chiloe sind auch die Kirchen dort hochgelobt, die alle aussen als auch innen aus Holz sind und meist recht farbig da stehen.
In Castro schauen wir uns jene auch an und ich bin schon sehr beeindruckt (Bilder folgen, versprochen!!!).
Wir bummeln noch ueber einen Kuenstlermarkt auf dem wir beide natuerlich mit irgendwas fuendig werden.
Castro ist auch nicht rieseig und nachdem wir die auf Holzpfaehlen gebauten Hauser auch gesehen haben, nehmen wir den naechsten Bus nach Quellon.

Quellon besteht aus nichts. Irgendwie. Die Stadt ist dort aufgrund des Lachsfanges ganz schnell aus dem Boden gestampft worden und mehr als den Hafen und eine "Einkaufsstrasse" hat das Nest nicht wirklich zu bieten. Fuer die Faehre hatten wir keine Reservierung und ich, ehrlich gesagt, wirklich Schiss, dass wir keine Boletos mehr bekommen. Aber meine Angst ist unbegruendet und wir bekommen noch 2 Ticktes. Danach streifen wir ein wenig durch das Nest, um gegen 21 Uhr die Faehre zu besteigen....

Und was uns dort und auf der Fahrt so erwartete, schreibe ich morgen.
Wir waren heute (16.01.2010) wandern und ich bin doch etwas k.o.
Zumal hab ich vorher ein 7,8 %-iges Schwarzbier getrunken und das merk ich jetzt.
Ach, ja und bitte Rechtschreibfehler ignorieren, meine Lektorin Katrin ist bereits in unseren heutigen Bleibe....

Hier ist es naemlich 0:43 Uhr und deswegen: GUTE NACHT!
17.1.10 04:44
 


bisher 2 Kommentar(e)     TrackBack-URL


Tante Gertrud (17.1.10 10:59)
Hallo Ihr Zwei,
tolle Berichte, bin schon sehr gespannt auf die Fortsetzung

Liebe Grüße
gertrud und Micha


Mama & Papa (17.1.10 11:35)
Huhu, Ihr zwei Lieben,

wirklich spannend Eure Berichte, Gottseidank wissen wir von den SMS, dass es - jedenfalls bisher - immer gut ausgegangen ist. Wüschen Euch, dass das Glück Euch nicht verlässt. LG Mama & Papa

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